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Sieben Herren und ein Piano für beste Unterhaltung

Alexander Joho

SCHAFFHAUSEN 12. Oktober 2019

Es begann ursprünglich alles mit einer kleinen Annonce im «Berliner Lokal-Anzeiger » Ende 1927. Vor knapp neunzig Jahren wurde sie gegründet, acht Jahre später verboten: Der Name der ehemaligen deutschen Gesangsgruppe ® Comedian Harmonists ist mittlerweile weitherum geläufig, nicht zuletzt seit dem Spielfilm mit demselben Namen, der selber bereits schon über zwanzig Jahre auf dem Buckel hat. Entstanden in einer Zeit der Not, kurz vor dem Beginn der Weltwirtschaftskrise, machten sich sechs Männer und ein Klavier in der Zwischenkriegszeit daran, die Welt mit ihrem Liedgut zu erobern, und zumindest vorübergehend mit neu interpretierten und mit einer gesunden Portion Schalk versehenen Schlagern aus dem In- und Ausland für etwas Entspannung zu sorgen. Ausverkaufte Säle Ab 1930 reichte eine simple Anzeige in Zeitungen für ausverkaufte Säle. Nach Hitlers Machtergreifung 1933 wurde das Leben der Truppe zunehmend zur Tortur, insbesondere aufgrund der Tatsache, dass die Hälfte der Harmonisten aus Juden bestand. 1935 musste sich die Truppe wegen des politischen Drucks in zwei separate Ensembles aufsplitten und trat nach Ende des Zweiten Weltkriegs bald überhaupt nicht mehr auf. Die Comedian Harmonists wirken auch heute noch nach, und haben zahlreiche Musikfans und -liebhaber dazu verleitet, Nachfolgeensembles auf die Beine zu stellen. Eines davon, die Comedian Tales, bestehend aus sechs gestandenen Männern, machte am vergangenen Wochenende, begleitet von Siggi Zielke am Piano, im Haberhaus ihre Aufwartung und zeichnete die Entstehungsgeschichte des berühmten Originalsextetts nach – vor vollen Rängen.

Weltbekannte Klassiker

Die Erwartungshaltung war gross und wurde durch die Comedian Tales noch übertroffen, was am langanhaltenden Applaus, nicht nur ganz am Ende der knapp zweistündigen Aufführung, abgelesen werden konnte. Weltbekannte Klassiker waren zu hören, darunter «Mein kleiner grüner Kaktus» und «Veronika, der Lenz ist da». Was in der ersten Hälfte eine nahezu perfekte Interpretation der Comedian Harmonists darstellte, verirrte sich ab Hälfte zwei etwas in neuere und leicht schmalzigere Gefilde. Dabei wurden die Vielharmoniker mit «Lass mich dein Badewasser schlürfen» gestreift, Freddie Mercury und die Musikgruppe Queen geehrt und daneben auch Max Raabe, der mit «Kein Schwein ruft mich» wohl als der Initiator der Renaissance der Schlager aus den Roaring Twenties gilt. Abgesehen von leichten Rückkopplungsproblemen und einem Programm, das ruhig noch etwas gestrafft werden könnte, darf der Abend im Haberhauskeller als gelungen bezeichnet werden. Der Schwung der Lieder von damals bewegt auch im 21. Jahrhundert. Der Humor, die Interaktionen zwischen den einzelnen Sängern wie auch die mit dem Publikum – all dies verlieh dem Ganzen eine besondere menschliche und zeitlose Note.

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